Stopp 3: Byron Bay

Hippie, Meditation, Crystals, veganes Essen, Yoga, Straßenmusikanten,… In Byron Bay habe ich mich unfassbar wohlgefühlt.

Nach einer zweistündigen Busfahrt kam ich in Byron an. Mit zwei anderen Mädchen aus England wurde ich zum Hostel gebracht. Verrückter Fahrer. Sehr lustig. Im Hostel, Arts Factory Lodge, sehr freundlich empfangen worden. Wow, das ist wirklich mal ein anderes Hostel. Es fühlt sich an, als wäre man mitten im Dschungel. In einer Hippie Oasis. So viele Angebote wie Yoga, Meditation, Sound Healing, Frisör, Didgeridoo Unterricht, Spaziergänge,…

Nachdem ich mir im Café des Hostels eine Açaí-Bowl geholt habe, habe ich zusammen mit Zoey aus England den Shuttle in die Stadt genommen. Erstmal einkaufen.

Den Nachmittag habe ich am Pool verbracht.

Dort eine wundervolle Begegnung mit Chrissi, 23, aus Deutschland gemacht. Ich habe sie auf das Buch angesprochen, das sie liest. You can heal yourself von Louise Hay. Haben direkt so tolle Gespräche gehabt. Über Persönliche Weiterentwickung, Spiritualität, Reisen,… Außerdem kam noch Mirte, 25, aus Belgien dazu. Wir haben beschlossen, nach dem Abendessen alle zusammen zu einem Markt in der Stadt zu gehen. In der Küche hat sich dann noch herausgestellt, dass Chrissi und ich uns auch noch beide vegan ernähren. Wurde immer verrückter. Bis dahin wussten wir noch nicht, wie wir überhaupt heißen. Aber das sind irgendwie die besten Unterhaltungen: Wenn Name und Alter erstmal gar keine Bedeutung haben.

Den Abend haben wir also auf dem Twilight Market verbracht.

Wunderschöne Atmosphäre, inspirierende Menschen.

Anschließend sind wir noch weiter durch die Stadt gelaufen.

In einer Gasse stand da plötzlich ein unglaublich talentierter Straßenmusiker. Noch nie habe ich so etwas schönes gehört. Bradley Stone.

Wir sind noch runter bis zum Strand gelaufen. Viel los. Da hat sich zum ersten Mal für mich der Kontrast hier herausgestellt. Zum einen ist hier alles sehr spirituell. Auf der anderen Seite gibt es glaub ich keinen anderen Ort in Australien, wo es mehr um Drogen geht, als in Byron Bay. Schließt das eine das andere überhaupt aus? Wir wurden direkt angesprochen, ob wir wissen würden, wo man Ecstasy, LSD oder sonstiges herbekommt. Nein, wissen wir nicht, sorry.

Zurück im Hostel hab ich mich mit Chrissi noch zu komplett bekifften Jungs gesetzt. Gras zu rauchen ist hier im Hostel so normal wie schlafen. Die Tatsache hilft mir allerdings, dem Ganzen mit weniger Vorurteilen entgegen zu blicken, ohne mich selber dafür zu interessieren. Jedenfalls hat Chrissi und einer der Jungs Gitarre gespielt und so haben wir den Tag schön ausklingen lassen. Wir waren am Ende des Tages beide so dankbar, uns hier kennengelernt zu haben.

Meine erste Nacht habe ich hier übrigens in einem Teepee verbracht.

Dort habe ich noch einen aus England kennengelernt, mit dem ich mich eine Weile unterhalten habe, bevor ich schlafen ging.

Chrissi hat für ein paar Tage das Hostel verlassen, um auf einer Farm zu arbeiten. Nachdem ich den Tag mit Yoga gestartet habe, habe ich den Sonntag dann genutzt, um die kleine Stadt mal zu erkunden und in ausnahmslos jeden Laden reinzugehen.

Zwischendurch habe ich mir noch einen Frozen Yogurt geholt.

Man weiß übrigens, dass man in Byron angekommen ist, wenn man überall ein riesiges veganen Angebot entdeckt.

Ein neuer Tag.

Montag bin ich morgens direkt zum Strand gegangen, und habe dort auch viele Stunden verbracht.

Zwischendurch habe ich in der Elixaba, einem hochwertigen veganen Restaurant das ich auf Empfehlung meiner Gasteltern unbedingt testen wollte, zu Mittag gegessen.

Am Nachmittag hieß es wieder Yoga, was diesmal richtig anstrengend war. Die Lehrerin Thalia war super lieb, mit ihr habe ich mich gerne unterhalten.

Zu Abend habe ich mit Mirte gegessen.

Dann habe ich noch ihre Zimmernachbarn kennengelernt. Lustige Begegnung mit German. Ich komm ins Zimmer rein. Er gibt mir ganz höflich die Hand und sagt „German“. Ich sage „Yes I am from Germany, you too?“. Er sagt „No, German“. So ging das dann noch ein bisschen weiter, bis ich verstand, dass er mir einfach nur seinen Namen gesagt hat, statt mich zu fragen, ob ich Deutsche bin. Super Konversation. Mit ihm, Marco aus der Schweiz und Ian, 27, aus Kanada sind Mirte und ich noch abends einkaufen gegangen. Wir saßen dann im Hostel noch zusammen und ich habe Mo wiedergetroffen, den ich in Yamba kennengelernt hab. Endlich mal wieder jemand in meinem Alter! Nicht, dass mir das großartig was ausmacht, aber es ist ab und zu einfach mal schön, nicht immer die allerjüngste zu sein. Den Abend haben wir mit einem Paar aus England noch mit Kartenspielen verbracht. Die Atmosphäre am Abend im Hostel ist immer sehr schön.

Am nächsten Tag saß ich während meines Frühstücks

morgens für eine ganze Weile mit Mo zusammen. Wir hatten so interessante Gespräche. Von Ernährung und Meditation über Drogenkonsum zu Beziehungen. Ich find es immer wieder cool, neue Sichtweisen zu bekommen. Wir sind dann noch zusammen zu einer Didgeridoo Lesson gegangen, was wir beide nicht so gut hinbekommen haben. Beeindruckendes Instrument.

Den Nachmittag habe ich am Pool verbracht und am Abend fand im Hostel eine Talent Show statt.

Nach der echt guten Show hatte ich wieder coole Gespräche mit Mo, diesmal über luzides Träumen.

Den nächsten Tag habe ich mit Yin Yoga gestartet. Gefrühstückt mit Mirte, Ian und Mo. Dann einen Bushtucker Walk mitgemacht. Viel über die Natur gelernt. Einen Bushcraft Workshop mitgemacht und dabei aus Gras ein Fußbändchen hergestellt. Am Nachmittag mit Mirte am Strand gewesen und Hein-Wilhelm getroffen, der mir bereits in Newcastle und Yamba begegnet ist. Er hat mir meine Tasche mit Essen gebracht, die ich in Yamba im Kühlschrank vergessen hatte. Upps. Mirte und ich haben dann noch bei Aldi eingekauft, zusammen Abend gegessen, bei der Trivia Night zugeschaut und ein bisschen mit zwei Engländern und Stina aus Norwegen gequatscht.

Donnerstag. Strömender Regen. Sehr viel für meine weitere Reise geplant. Werde spätestens ab dem 24. März Australien verlassen, denn dann geht es nach Bali. Ausgecheckt, den Greyhound Bus Richtung Brisbane genommen. Surfers Paradise übersprungen. Einmal langgefahren. Riesige Wolkenkratzer und das direkt am Strand. Nett anzusehen. Nicht viel zu tun außer sehr viel Party. Nicht so Lust, also direkt nach Brisbane.

Die Zeit in Byron Bay war rückblickend wirklich toll. Wieder so viele nette Menschen kennengelernt.

Dadurch, dass der Drogenkonsum vor allem in meinem Hostel sehr präsent war, merke ich, dass ich sehr viel toleranter, unvoreingenommener und offener werde. Ich wachse. Erweitere meinen Horizont. Hinterfrage immer noch viel, akzeptiere allerdings die Dinge so, wie sie sind. Verstehe andere Sichtweisen besser. Verstehe mich selbst besser.

Den Eintrag möchte ich gerne mit einem Foto der folgenden Karte abschließen, die ich in einem kleinen Laden in Byron entdeckt habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.