Thailand

Beginne ich mal damit, was mich die Zeit in Thailand gelehrt hat. Zum einen, wie gut es läuft, wenn ich unter allen Umständen auf mein Bauchgefühl und meine Intuition höre. Dann, dass alles zur richtigen Zeit passiert und ich dem Leben zu 100% vertrauen kann. Hier lösen sich plötzlich alle negativen Gedanken und Sorgen auf, Unverständnis bei kritischen Umständen verschwindet. Habe gemerkt, wie ich deshalb mit so gut wie jeder Situation gelassen umgehen kann und ich mich im Gegenteil zu früher nicht mehr in Kleinigkeiten reinsteigere, sondern das was ich nicht ändern kann akzeptiere und worauf ich einen Einfluss habe, mein bestes tue um es zu ändern. Viel hab ich auch über mich selber gelernt. Wer ich sein will, was ich für ein Leben führen will, was meine Werte sind. Wen ich um mich haben möchte und wie ich das voller Ehrlichkeit kommuniziere. Gelernt, mich klar von Menschen abzugrenzen, bei denen ich ein ungutes Gefühl habe. Den Moment zuzulassen und diesen zu akzeptieren, ohne dabei an der Vergangenheit oder Zukunft zu hängen. Erkannt, dass manche Begegnungen einfach nur für diesen Moment sind und ich loslassen darf. Panta rhei – alles fließt. Ich habe gelernt, dass immer genau die richtigen Menschen in mein Leben kommen und das niemals ohne Grund. Nichts persönlich zu nehmen, nicht zu urteilen und mich auf die positiven Absichten anderer zu fokussieren. Andere Sichtweisen zu akzeptieren. Dass alles ein auf und ab ist und nach jedem Regen wieder die Sonne scheint. Dass ich selber für mein Glück verantwortlich bin. Denn auch wenn ich nicht immer bewusst wähle, was mir passiert, kann ich immer meine Perspektive ändern und muss nicht an negativen Emotionen festhalten. Und egal was ist, weiß ich, dass selbst am anderen Ende der Welt immer jemand für mich da ist und auch die Menschen um mich herum, die noch nicht lange zu Freunden geworden sind, immer ein offenes Ohr und einen Ratschlag haben. Ich bin nie allein. Dieses Zeichen wird mir immer wieder geschickt. Ob in Form eines Straßenmusikers mit dem passenden Lied oder einfach nur die Einfachheit der Natur, die mir zeigt, was das alles hier eigentlich für ein Wunder ist. Gelernt, die kleinen Dinge wieder voll wertzuschätzen und das Leben jeden Tag zu bestaunen. Das Geschenk in einer Kokosnuss und den tropischen Früchten, die Weisheit, Ruhe und Kraft im Ozean und die Unendlichkeit im Sternenhimmel. Die Schönheit und den Frieden in den Sonnenuntergängen. Die Verspieltheit in Schaukeln und Lichterketten am Strand. Für all das bin ich so dankbar.

Es war wieder so eine magische Zeit. Voller Wachstum, was nicht nur bedeutet, dass es durchgängig einfach war. Ich habe mich einigen meiner Ängste gestellt, Menschen in mein Leben gezogen, die viel in mir getriggert haben, habe nochmal alle Gefühlsebenen gefühlt und so das Leben mit allen Farben erfahren. Gemerkt, dass ich nicht alles und jeden verstehen muss. Im Endeffekt bleibt da trotz allem einfach nur tiefe Dankbarkeit. Denn ich weiß – das Leben ist immer für mich. 

Nach dem verpassten Flug bin ich dann also etwas später mit dem nächsten Flieger in Bangkok gelandet. War wieder sehr überwältigt und musste mich erstmal eine Weile zurecht finden. Habe dann vom Flughafen aus einen Bus in die Stadt genommen. Kam dann nach 45 Minuten mitten auf der Hauptstraße an. Lärm und Menschenmassen waren mein erster Eindruck. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Leute hier nicht sehr freundlich waren, aber vielleicht hatte ich nach Bali auch ganz andere Vorstellungen davon. 

Jedenfalls ist mir direkt ein Restaurant aufgefallen, dass mit veganen Kochkursen geworben hat. Fand ich ansprechend und habe mich nach meinem langen Morgen dann erstmal dort hingesetzt, um was zu essen, Tagebuch zu schreiben und runterzukommen. Dort war allerdings keine schöne Atmosphäre, weshalb ich mich dazu entschieden habe, in ein etwas versteckteres veganes Restaurant zu gehen, das nicht direkt an der befahrenen Straße lag. Ethos Café.

Leider wieder feststellen müssen, dass die Menschen eher ignorant waren und einen oft auch gar nicht begrüßen. Dort was getrunken und den Rest des Nachmittags an meinem Blog geschrieben und telefoniert. Bis abends geblieben, um noch was zu essen, damit ich vorbereitet für meine lange Busfahrt war. Zwölf Stunden bin ich über Nacht in den Norden gefahren. Der Bus war so extrem komfortabel wie ich das noch nie erlebt habe. Habe durchgeschlafen und wachte also am nächsten Morgen in Chiang Mai auf. Dort wollte ich meine ersten Tage in Thailand verbringen. Zweitgrößte Stadt in dem Land. Habe eine kostenlose Taxifahrt in einem interessanten Fahrzeug bekommen, um zum 3€ Hostel zu gelangen.

Dort gab es erstmal Bananen umsonst, die ich snacken konnte, nachdem ich geduscht hatte und was frühstücken wollte.

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Ich landete im Free Bird Café, wo ich eine Weile hinlief. Ich muss sagen, dass ich mich seit ich in Thailand angekommen bin, nicht so wirklich wohl gefühlt habe. Vielleicht lag das auch daran, dass ich mich relativ einsam fühlte und einfach die ganzen tollen Menschen aus Bali vermisste. Und Kleinigkeiten, die ich ständig mit Bali verglichen habe. Beispielsweise sind die ganzen tollen veganen Cafés alle teurer als auf Bali. Aber auch das war wieder etwas, was ich dazu gelernt habe. Mich mit meinen Gedanken in Bezug auf Geld nicht so im Mangel zu befinden, indem ich mich da so extrem drauf fokussiere. Es war so viel angenehmer, als ich das losgelassen habe.

Ich ging weiter spazieren und erreichte irgendwann das Katzencafe Chiang Mai. Leider hatte ich mir untypischerweise nicht viele Gedanken über diesen Ort gemacht und nicht genug hinterfragt, wie ethisch korrekt das ist. Ich ging also rein und trank einen Kaffee mit Mandelmilch während ich die vielen verschmusten Katzen beobachtete.

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Es war bereits der Mittag vorbei und ich hatte immer noch nicht eingecheckt, was ich dann aber tat. Ich stellte fest, dass meine Liste von verlorenen Sachen wohl während meiner Reise immer fortlaufen würde, denn scheinbar hatte ich meine Flip Flops verloren. Egal, ich lebte sowieso nur noch in meinen Birkenstocks. Als ich dann aber auf die Idee kam, endlich mal wieder ins Fitnessstudio zu gehen, ärgerte ich mich etwas über meine Schuhverluste, denn wie sollte ich mit Birkenstocks oder barfuß ins Gym reingelassen werden? Ich machte mich also gegen Abend auf den Weg zu einem Markt voller Einheimischer, wo massenweise Ramsch und Essen verkauft wurde.

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Ich fand gefälschte fünf Euro Schuhe die es für ein paar Trainingseinheiten tun sollten. Den Aufenthalt auf dem Markt habe ich allerdings keineswegs genossen, da ich mich unter Einheimischen lange nicht so unwillkommen gefühlt habe. Ich ging zum Night Bazaar, wo ich auf ein wenig mehr andere Touristen traf. Aber allgemein hatte ich das Gefühl, dass zu der Zeit nicht viele Reisende vor Ort waren. Jedenfalls bin ich dort etwas herumspaziert und habe zu Abend gegessen. Dort hat es mir ganz gut gefallen, Live Musik sorgte noch für schöne Stimmung.

Ich nahm mir ein Grab Taxi – vergleichbar mit GoJek, was ich auf Bali verwendete – zurück zum Hostel und legte mich auf dem härtesten Bett meines Lebens schlafen.

Am nächsten Tag wurde ich von zwei Mädchen aus meinem Zimmer eingeladen, mit ihnen die Altstadt zu erkunden. Mädchen ist gut, die beiden waren auch schon Mitte/Ende 20 und längst berufstätig. Wir besichtigten einen Tempel.

Eine kleine Herausforderung, wenn man bei 35 Grad die meisten Körperteile bedecken muss. Dann spazierten wir planlos durch die Stadt und stellten fest, dass es zwar viele kleine schöne Läden und unzählige Cafés gab, aber nichts wirklich zu tun.

Wir aßen Mittag in einem veganen Restaurant namens Goodsouls,

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gingen zurück zum Hostel, ich machte meine Wäsche und entschied mich endlich für meinen Gang zum Fitnessstudio. Nicht so angenehm mit super unbequemen Fake-Chucks, aber ein so gutes Gefühl nach monatelanger Pause. Gegen Abend schaute ich mich auf einem kleinen Markt von Einheimischen um, wo sie an der Straße essen verkauften, dass sie dort zubereiteten. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig sein könnte, dort etwas tierfreies zu finden. Ich endete stattdessen also als einziger Gast in einem kleinem thailändischen Restaurant um die Ecke. Dort leider wieder sehr unfreundlich bedient worden aber für 1€ Gemüse mit Reis bekommen. 

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Am Samstag wartete für mich wahrscheinlich mein Highlight meiner ganzen Thailand-Zeit auf mich. Ich besuchte eine Elefantenauffangstation. Ich recherchierte im Voraus und fand heraus, dass dieser sogenannte Elephant Nature Park der einzige von vielen sei, dem es wirklich ums Wohl der Tiere ging anstatt um Geldmacherei durch Touristen. Elefanten, die teilweise in die Gewalt der Menschen in Form von Zirkus, Zoos, Reiten oder sonstigem hereingeboren wurden, werden hier gerettet. Ihnen wird in einem sicheren Umfeld die Chance gegeben, ein gewaltfreies Leben zu führen. Keine Strafen, keine Fesseln. Kein Schmerz. Die Liebe und Dankbarkeit der Tiere spürte ich gleich zu Beginn. Und es beruht immer auf Gegenseitigkeit. Die Menschen dort, die sich als Freiwillige um sie kümmern, gehen so liebevoll und achtsam mit ihnen um. Sie erklärten uns, wie sie mit positive reinforcement arbeiten. Unser Guide Minnie war einfach nur niedlich. Wir waren eine kleine nette Gruppe und hatten den Tag über die Möglichkeit, mit einem Babyelefanten und einem älteren Elefanten, der auf den dreijährigen aufpasst, da der Kleine von seiner Mutter getrennt wurde, Zeit zu verbringen. Wir durften die beiden mit einem Haufen von Bananen füttern, mit ihnen spazieren gehen, ihnen beim baden zusehen, mit ihnen im Schlamm sein und sie waschen. Mein Herz ging so auf und es war einfach nur ein mega schöner Tag und ein tolles Erlebnis. Ich bin noch immer so beeindruckt von diesen gewaltigen Tieren, die gleichzeitig so viel Ruhe und Harmonie ausstrahlen. Einfach schön. 

Nach dem Elefantenprojekt bin ich abends im Vegan Heaven essen gegangen

und habe anschließend noch eine 2km lange Marktstraße besucht, wo ich mich alleine inmitten der Menschenmasse schon etwas einsam gefühlt habe.

Am nächsten Morgen das Hostel gewechselt, da meins ausgebucht war. Hab mich dort erstmal an meinen Laptop gesetzt und alte Bilder von meiner Zeit als Au-pair durchgeschaut. Gemerkt, wie gut es mir tut, das zu reflektieren und somit immer mehr Dankbarkeit für dieses Erlebnis zu empfinden.

Wieder im Vegan Heaven gegessen

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und dort von einer Französin angesprochen worden, ob ich auch Französin sei. Auf französisch. War so verwirrt eine andere Sprache außer Englisch oder Thailändisch zu hören und hab nicht mal ein französisches Wort als Antwort rausbekommen. Upps. Aber wie hoch war denn auch die Wahrscheinlichkeit dass ich ihr mit oui antworte? 

Abends bin ich nochmal zu einem riesigen Markt gegangen, mit der Intention nichts zu kaufen. Außer Essen.

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Am nächsten Morgen ging es weiter zum nächsten Ziel. Zusammen mit einer Israelin aus meinem Hostel ging es auf eine kurvenreiche dreistündige Fahrt in den kleinen Ort Pai. 

Dort hab ich gleich nach meiner Ankunft das leckerste Porridge meines Lebens gegessen

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um mich für meinen Weg zum Hostel zu stärken, da ich trotz den vielen Taschen immer ein Taxi vermeide, um Geld zu sparen. Ob es das immer wert ist?

War jedenfalls super froh als ich das Hostel erreichte. Hier fühlte es sich so an, als würde ich in einem Baumhaus leben und die Besitzer waren auch noch total lieb und süß.

Gegen Abend habe ich die berühmte Walking Street von Mai erkundet, die ich nur berühmt nenne, weil es so ziemlich das einzige ist was mit dem Hippieort Pai verbunden wird.

Nach ein paar Minuten auf der Marktstraße fand man mich allerdings in einem Second-Hand-Büchershop. Hier hätte ich Ewigkeiten verbringen können. Hat auch einige Zeit gedauert, bis ich aus meinen gefühlt zwanzig Favoriten ein Buch ausgewählt hatte.

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Neuer Tag. Heute bin ich mal mit dem Satz gestartet, dass nichts eine Bedeutung hat, außer die, die ich den Dingen gebe. Mein bestes gegeben, mich im Laufe des Tages immer wieder damit zu verbinden. Es war erstaunlich, wie gelassen ich plötzlich alles gesehen hab. 

Habe draußen Yoga gemacht und dann gab es vom Hostel aus wie jeden Morgen Obst zum Frühstück.

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Habe Jannick und Mark aus Deutschland und Lara aus Holland kennengelernt. Die drei reisten zu der Zeit gemeinsam und ich hatte mich für den Tag der Gruppe angeschlossen. Bin bei Lara auf dem Roller mitgefahren. Gut, dass ich erst später festgestellt habe, dass sie nicht mal einen Autoführerschein besitzt, also keinerlei Fahrerfahrung hatte außer eine einzige Rollerfahrt in Thailand. Gut, mit mir war ihre zweite. Hat alles geklappt, außer dass wir bei einem steilen Berg fast nicht hochkamen, weil der Roller auch nicht der beste war. Aber ist alles gut gegangen, bin noch rechtzeitig abgesprungen!

Haben uns einen Aussichtspunkt und den White Buddha angeschaut.

Ich hab die anderen in ein cooles veganes chinesisches Restaurant geschleift und weil Lara gerne wollte sind wir noch in ein Kaninchenkaffee gegangen. Und diesmal hab ich mich wirklich schlecht gefühlt. War nochmal ganz anders als im Katzencafe. Die Kaninchen haben so sehr gezittert und in ihren Augen hab ich einfach nur ihr Leid gesehen. Super traurig. Dann war es leider auch noch ein Reinfall, dass ich dort einen Wassermelonensmoothie bestellte. Die Kommunikation mit den Thailändern ist oft nicht die beste und obwohl ich sagte nur Wassermelone, bekam ich beim ersten Mal Milch und beim zweiten Mal tonnenweise Zucker beigemischt. Ganz lustig fand ich dann das Kaninchen, was meinen Smoothie komplett umgekippt hat.

Zurück im Hostel bin ich in den anliegenden Fluss gegangen, wo ganz viele einheimische Kinder spielten.

Abends machten wir uns etwas zu spät auf, um den Sonnenuntergang schauen zu gehen. Am Pai Canyon. Als wir ankamen gingen gerade alle Leute aber im Endeffekt war das ganz schön, da wir dann so gut wie für uns waren.

Am folgenden Tag bin ich zu Sonnenaufgang aufgestanden. Unbeschreiblich schöne Atmosphäre. Wieder mit Yoga und Mediation in den Tag gestartet und erinnert, wie sehr mir das die letzten Wochen auf Reisen gefehlt hat. 

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Mit Mark und Jannick bin ich dann nochmal los für ein bisschen „Sightseeing“. Unser Ziel waren die Hot Springs, bis wir feststellten dass man als einheimischer Erwachsener 50 Baht und als ausländischer Erwachsener 300 Baht Eintritt zahlt. Ok, doch nicht. Sind stattdessen zum Land Split gefahren, wo wir auch noch umsonst Früchte aus eigenem Anbau bekamen. Hat sich gelohnt!

Und hab noch wenigstens für ein paar Sekunden mein allererstes Mal probiert, Roller zu fahren, was ganz witzig für die anderen war.

Zusammen mit Lara waren wir noch alle gemeinsam Mittagessen und dann brauchte ich auch wieder Zeit für mich. War abends auch alleine essen und als ich wieder zurück zum Hostel kam, änderte sich nochmal so viel für mich bezüglich meines Aufenthalts in Pai. Ich lernte Helena und Franzi kennen, bei denen ich direkt gemerkt habe, wie sehr ich mit ihnen auf einer Wellenlänge bin. Sowas hatte mir bisschen gefehlt seit Bali. Außerdem noch ein Kanadier, bei dem ich so fasziniert war, wie viel Liebe und Ehrlichkeit ein Mensch mit seinen Augen ausstrahlen konnte. Er ging allerdings am nächsten Tag zu einem Meditationsretreat und war danach somit leider nicht mehr im Hostel.

Nach meiner neuen Morgenroutine bin ich mit den beiden zusammen frühstücken gefahren. 

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Den Nachmittag mit meinem Buch verbracht und eine Kokosnuss gegönnt. 

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Abends sind wir noch zu dritt zum Yoga an einem Fluss gefahren, was von einer Israelin veranstaltet wurde. 

Abendessen wieder zusammen auf der Walking Street und dann leider so starke Bauchkrämpfe nach dem Mango Sticky Rice bekommen, dass ich mich früher auf den Weg zum Hostel gemacht habe.

Mit den Mädels wieder frühstücken gegangen,

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Franzi verabschiedet, am Hostel in der Hängematte entspannt und gelesen. Später noch mit Helena essen gewesen

und dann nochmal und diesmal rechtzeitig am Pai Canyon zum Sonnenuntergang gewesen. Genug Zeit zum spazieren gehen gehabt. 

Letzter Tag in Pai. Mit Helena gemeinsam gefrühstückt/zu Mittag gegessen, sie verabschiedet.

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Mich auf den Weg zum Bus gemacht und von einem Thailänder, der mir mit dem Finden des Weges helfen wollte, total in die Irre führen lassen. Er schickte mich auf irgendein verlassenes Grundstück, wo ich mir sicher war, dass ich nicht aus dieser Richtung kam, und hatte kurz Vertrauensprobleme aber hat auf die letzte Minute noch alles rechtzeitig geklappt. 

Hab trotz vergessen der Einnahme einer Übelkeitstablette die kurvige Fahrt gut überstanden, währenddessen reichlich Podcasts gehört und landete wieder in Chiang Mai. 

Weiterfahrt nach Bangkok für denselben Tag gebucht. Auf die nächste Nachtfahrt! Vorher noch mit Essen gestärkt und warum auch immer extra 40 Minuten zu einem Restaurant gelaufen. Mitunter ganz vielen Asiaten stieg ich abends in den Bus. Noch niemals habe ich es erlebt, einen Massagesitz im Bus zu haben! Das war schon ziemlich cool und so konnte ich dann auch die Nacht ganz gut aushalten..

Kam noch vor Sonnenuntergang in Bangkok an, machte mich auf den Weg zur Khaosan Road, da dies der einzige Ort war, den ich hier kannte. Festgestellt, dass so gut wie alle Cafés hier geschlossen hatten, in die ich rein wollte. Von Samstag bis Montag war Coronation Day. Krönung des Königs, weshalb auch die ganze Stadt gelb trug. War ganz witzig, dass ich zufällig auch ein gelbes Top anhatte. Richtig local.

Hab den ganzen Tag in einem Restaurant mit Ladestation und Wlan verbracht, um alles zu erledigen, was so anstand. Und um zu essen.

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Gegen Abend machte ich mich auf den Weg um die nächste nächtliche Fahrt anzutreten, traf auf andere Deutsche mit denen ich mich zusammenschloss, da etwas Verwirrung herrschte. Mit ein paar Umstiegen und Wartezeit mitten im Nirgendwo um 3 Uhr morgens kam ich irgendwann auf der Insel Koh Phangan an.

Hier blieb ich etwas mehr als zwei Wochen. Eine unglaubliche Zeit mit wieder so vielen tollen Begegnungen mit tiefgründigen Gesprächen. Kurz nach meiner Ankunft im Hostel beispielsweise lernte ich Jan kennen, mit dem ich zusammen zu einem Community Dinner in einem Yoga- und Meditationscenter am Strand ging. Durch ihn seinen Freund Joe Trenk getroffen, der mir vorher als erfolgreicher Schülercoach bekannt war und durch den mir nochmal bewusst wurde, dass wir eigentlich gar nichts über eine Person wissen die wir nur aus der Internetpräsenz kennen. Das dachte ich mir auch über die nach außen hin sehr spirituellen Menschen. Ich bin zwar gerne in diesem Umfeld, stellte es aber auch mehr in Frage als vorher und grenzte mich ab, wenn der Humor und die Leichtigkeit fehlte. Ich habe die Zeit dort außerdem nochmal intensiv für meine persönliche Weiterentwicklung und Selbstfindung genutzt, bin meiner Morgenroutine weiter gefolgt und habe mir viel Zeit für mich und zum nachdenken genommen. Jeden Morgen meditiert, Yoga meist für mich oder in einem Kurs auf Spendenbasis gemacht, spazieren gewesen, die Traumstrände genießen können.

Veranstaltungen wie Kirtan, Kundalini Yoga, Open Mic oder Sound Healing besucht.

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In so coolen Cafés …

… sooo lecker gegessen; die Bilder sprechen wieder für sich.

Und noch schöner war es, wenn wir beschlossen haben, zu teilen.

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Ich habe eine tolle Freundin gefunden, die mir wieder bewiesen hat, wie unwichtig das Alter ist. Leandra ist 10 Jahre älter als ich, machte auf der Insel eine Yogalehrerausbildung und ist Grundschullehrerin. Mit ihr hab ich mich gleich so gut verstanden, dass wir ziemlich schnell beschlossen haben, uns für etwas mehr als eine Woche ein Bungalow direkt am Strand zu teilen.

Wir hatten immer einen coolen Morgen und selbstgemachtes Frühstück am Strand, haben so viel gemeinsam gelacht und hatten einfach eine gute Zeit.

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Und wo sonst gibt es solche Sonnenuntergänge…?

Nach der ereignisreichen Zeit auf Koh Phangan wurde es Zeit, die Insel zu verlassen. Mit einem leckeren Frühstück und einem Abschied von Leandra ging es zu Ende. Und wie könnte ich nur einen Ort verlassen, ohne auch einen Gegenstand dort zu lassen? Ich vergaß mein Handy. Aber hey, nicht aufregen. Es ist ja nicht ins Meer gefallen, also kriege ich das schon wieder! Ist auch mal schön ohne unterwegs zu sein und so die Präsenz und das Bewusstsein während der langen Rückfahrten zu genießen. Und zu merken, wie hilfsbereit andere Menschen sind. Nach der Fährfahrt und einer letzten Nachtfahrt war ich wieder in Bangkok. Um vier Uhr morgens. Ich fuhr mit lauter Thais in einem Bus zu einem anderen Stadtteil Bangkoks. Sie lachten mich alle freundlich an. In einem Park in der Nähe von meinem angestrebten Hostel, zu dem ich den genauen Weg ohne Google Maps nicht kannte, traf ich auf einen extrem fitten 62jährigen Thailänder. Er wollte mir unbedingt Basketball beibringen, hat dann aber verstanden, dass ich zu meiner Unterkunft wollte. Er hat mir den Rucksack getragen und ist mit mir den Weg gegangen, da er diesen kannte. Wie gesagt, man ist auf Reisen wirklich nie allein und irgendwer hilft immer. So ein lieber Mensch. Da mein Hostel noch zu war setzte er sich mit mir noch in ein Café, brachte mir ein bisschen die Sprache bei und redete mit mir über Meditation, seine wichtigsten Lehrer und wie sehr er sein Leben liebt, einfach nur weil er bewusst ist, entspannt und sportlich bleibt. Und neue Freunde kennenlernt, wie mich, sagte er. Das war noch mal so ein schöner Abschluss meiner Zeit in Thailand. Die Wochen konnte ich nun wirklich in Frieden in Erinnerung behalten.

Den letzten Tag noch die Architektur der riesigen Einkaufszentren bestaunt und mir eine letzte Massage gegönnt. Am nächsten Morgen noch in Bangkok aufgewacht und am Ende des Tages nach meinem zwölfstündigen Flug, den ich damit verbracht habe, Filme anzugucken und alle Bilder meines Auslandsjahres anzuschauen, wieder zu Hause in meinem Bett schlafen gegangen.

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